31.10.2007

Dolphin-Verfahren: Serienfertigung ab 2010

Das im Frühjahr 2006 beim Symposium des Schwertberger Spritzgießmaschinenherstellers vorgestellte, patentgeschützte Dolphin-Verfahren steht vor der Serienreife. Das Verfahren wurde im Rahmen der diesjährigen IAA in Frankfurt vom Automobilzulieferer Johnson Controls anhand einer Machbarkeitsstudie dem Fachpublikum vorgestellt.

Gemeinsam mit den Kunststoffherstellern BASF, Ludwigshafen/Deutschland, und P-Group, Ferrara/Italien (vertreten durch die P-Group Deutschland GmbH, Filderstadt/Deutschland) und dem Werkzeugbauer Georg Kaufmann Formenbau AG, Busslingen/Schweiz, ist es ENGEL gelungen, das Dolphin-Verfahren in kürzester Zeit zur Serienreife zu bringen. Bei Dolphin wird zunächst ein Trägerteil aus PBT-GF spritzgegossen. Durch anschließendes Umschäumen mit einem TPE-E im Verfahren ENGEL foammelt entsteht die Softtouch-Oberfläche. Dank einer besonders feinfühligen Verfahrenssteuerung erscheint die Formteiloberfläche als kompakte Haut komplett geschlossen und in einwandfreier optischer Qualität.

Das Dolphin-Verfahren bietet gegenüber konventionellen Fertigungsverfahren für mehrschichtige Schaumteile eine Reihe von Vorteilen. Es ist schneller, ökonomischer und reduziert die Komplexität. Darüber hinaus bringt Dolphin als einstufiges Verfahren deutliche Vorteile beim Raumbedarf und verringert den Logistikaufwand.

Machbarkeitsstudie auf der IAA
Auf der diesjährigen IAA präsentierte der Automobilzulieferer Johnson Controls das Verfahren anhand einer Machbarkeitsstudie am Beispiel der Herstellung von Armauflagen für ein Fahrzeug aus dem Mittelklasse-Segment. Das Dolphin-Verfahren könnte erstmalig ab 2010 in der Serienfertigung eingesetzt werden. Damit wird das Gemeinschaftsprojekt von der erstmaligen Vorstellung 2006 innerhalb von nur dreieinhalb Jahren zur Serienproduktion gebracht.

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